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Unter Archäologen kursiert eine ironische Redewendung: Wenn man nicht weiß, was es ist, ist es wahrscheinlich ein Kult. Tatsache ist, dass der Mensch schon immer an "etwas" geglaubt hat, das ihm half, das Phänomen des Lebens zu verstehen. Die archäologischen Beweise dafür sind die Funde, die wir mit Glauben, Aberglauben, Schutz und Göttergaben in Verbindung bringen. Die Ausstellung Alle Götter und Göttinnen bietet einen chronologischen Überblick über Funde im Großraum Maribor, denen mehr als nur ein Gebrauchswert zugeschrieben werden kann.

Die Schutzgeister der Familie wurden lari genannt. Ihre gemeinsame Aufgabe war es, für die Familie, den Haushalt und die Nahrung zu sorgen. Die wichtigste Schutzgottheit der Familie war der lar familiaris. Er repräsentierte den Gründer der Familie und stand an der Spitze der Gruppe der Familienschutzgeister. Im Laufe der Zeit wurde er mit dem Kult der verstorbenen Vorfahren in Verbindung gebracht und symbolisierte deren vererbte Macht.
Zunächst wurde der Lar als Hund dargestellt, der Treue und Hingabe symbolisierte, später dann als Bronzefigur eines jungen Mannes. Diese Figuren wurden in larari aufbewahrt, kleinen dekorativen Schränken, Nischen oder kleinen Altären, die neben dem Kamin oder dem Eingang des Hauses standen.
Sie dankten den Laros jeden Tag und schenkten ihnen Essen, Wein, Weihrauch und Blumen. Zu besonderen Anlässen wurden ihre Statuen mit Blumenkränzen geschmückt.
Bronzestatue des Apollo.
4. Jahrhundert, Ančniks Hügelfestung.

Eine Bronzestatue des Merkur.
4. Jahrhundert, Ančniks Hügelfestung.